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USA 2005
Mittwoch, 3. September 2008
Artikelinhalt
USA 2005
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Im Jahr 2005 reizte es mich meine USA-Reise, die ich mit meinen Eltern im Jahr 1987 unternommen hatte noch einmal abzufahren. Orte an die ich mich noch erinnerte wieder zu sehen. Nach kurzer Diskussion buchte ich 2 Wochen vor Abflug einen Flug und einen Geländewagen von Deutschland aus. Die restliche Planung lief spontan ab. Je nach dem was ich erfahren und erleben würde.

Meine Reiseroute wurde diese hier:

 

Gefahrene Meilen 2.324  (3.740 Kilometer)

Reisedauer: 14 Tage (28.07.2005 bis 12.08.2005)

Erlebt habe ich viel auf dieser Reise. Ich habe Menschen und das Land kennen und schätzen gelernt.

Vorbereitungen

2 Wochen vor Beginn dieser Reise buchte ich nach langer Überlegung meine USA-Reise. Motivation für diese Reise war, der Gedanke nochmals eine Reise in die USA zu unternehmen und die Plätze zu besuchen an welche ich mich noch aus meiner Kindheit erinnern konnte. Es war eine spontane Aktion. Gebucht am 19.07.2005. Wer allerdings spät kommt, den bestraft der Flugplan. Wink Die Flugroute war: Stuttgart - Amsterdam -Minneapolis - Las Vegas.

28.07.2005 - Anreise

Heute ist Anreisetag. Mir steht ein langer Flug bevor, reine Flugzeit 11,h.

 

 

Mit KLM geht es von Stuttgart nach Amsterdam. Ein kurzer Hüpfer im vergleich zur 2. Etappe. Von Amsterdam geht es dann im Langstreckenflug mit der NWA in die "Twin Cities"  - Minneapolis. Bei NWA fällt mir auf , dass die Stewardessen zumeist älter sind als bei anderen Fluggesellschaften. Was jedoch dem Service nicht nachträglich ist.

28Die Boardingkontrolle in Amsterdam sind sehr streng. Man kommt sich beinahe vor wie in einem Verhör bei der Polizei. Was meistens erstaunen hervorruft ist die Tatsache, dass ich alleine unterwegs bin und zudem noch mit Campingausrüstung. Aber ich komme anstandslos weiter. Auch die Immigration in Minneapolis ist kein Problem. Die Grenzbeamten sind sehr höflich. Später bekomme ich heraus, dass die meisten annehmen ich sei Soldat, da ich meine Campingausrüstung in einem Bundeswehr-Seesack transportiere. Auch in Las Vegas wird diese Tatsache noch für ein Schmunzeln sorgen.

Bei der Ankunft um 20h in Las Vegas regnet es aus Strömen. So hatte ich die Ankunft in der Wüste nicht erwartet. Jetzt noch auf das Gepäck warten und dann den Mietwagen bei Alamo abholen. Als ich auf das Gepäck warte fällt mir immer wieder ein Bundeswehrsoldat auf der sich suchend umschaut. Ich achte dann nicht weiter darauf. Als ich jedoch meinen Seesack vom Gepäckband nehme steht plötzlich der Soldat vor mir uns salutiert. Sogleich will er meinen Seesack nehmen und ich frage ihn was er denn möchte. Er verwechselte mich aufgrund des Seesack mit einem Offizier den er vom Flugzeug abholen soll. Laughing Vielleicht hätte ich ja sagen sollen, dann hätte ich noch ein bisschen auf dem Luftwaffenstützpunkt Sightseeing mchen können.

Bei der Autovermietung Alamo angekommen stellt es sich heraus, dass man eine Choice-Line hat. Dort stehen einfach mehrere Autos der gebuchten Klasse und man kann sich eines aussuchen. So gefällt mir das. Ich wähle einen Chevrolet Trailblazer. Schön groß, abschaltbarer 4-Wheeldrive und ich wollte immer schon einmal Chevy fahren.

Dann mache ich mich auf in die Stadt. Am Motel6 miete ich mir ein Zimmer und kurz vor 22h bin ich endlich angekommen in Las Vegas.

 29.07.2005 - Ausrüsten und "Los geht es"

 

 Um 8 Uhr nehme ich mein Frühstück in einer typischen Breakfast-Bar zu mir. Nur die Geschwindigkeit mit der Die Bedienung mich nach dem Frühstück fragt ist beachtlich. Ein paar Minuten später habe ich mein Fühstück mit Schinken, Ei ("sunny side up") und Toast vor mir stehen.

29Dann schnappe ich mir den Chevy und los geht es um die fehlende Ausrüstung zu kaufen. WalMart kenne ich vom Namen, also kann man dort einkaufen. Allerdings nur Zubehör, kein Essen. Hier erstehe ich noch einen Kohlegrill, da es keine Gaskartuschen gibt, und eine Eisbox. (Geniales Teil, gefüllt mit Eis halten Lebensmittel 2-3 Tage frisch.)  Für den Lebensmitteleinkauf gibt es nebenan einen Andersons, Nachdem ich mich eingedeckt habe verlasse ich Las Vegas in Richtung Indian Spring - Death Valley. Tagesziel soll Lone Pine sein.

Die Strassenverhältnisse sindzu beginn sehr gewöhnungsbedürftig.Auch die Ausschilderung bekomme ich erst nach mehrmaligem Verfahren in den Griff.

29 2Die Straße bis ins Death Valley ist typisch amerikanisch. Oder was man sich darunter vorstellt. Lange gerade Straßen die zudem noch breit sind und ein gemächliches Cruisen mit dem Auto.

An der Einfahrt zum Death Valley halte ich am Zabriskie Point an. Der Aussichtspunkt bietet eine tolle Aussicht über einen Teil des Death Valley. Allerdings merkt man schon bei dem kurzen Fußmarsch zum Aussichtspunkt wie heiß es ist. Man schwitz bei 40° im Schatten , aber bei der geringen Luftfeuchtigkeit und dem konstanten Wind verdunstet der Schweiß sofort wieder. Zudem habe ich die Klimaanlage des Auto ausgeschaltet und die Fenster offen. So gewöhnt man sich schneller an das Klima.

Im Death Valley fahre ich die West Side Road. Die Strasse ist eine Schotterpiste und macht riesigen Spass zu fahren, allerdings muß man bedenken, dass die Strasse weit in den Süden des Valley geht. Ich musste den ganzen Weg wieder das Tal hinauf fahren. Im Tal besuchte ich dann "Badwaters", "Devils Golf Course", "Natural Bridge" und die "Harmony Borax Works". Die Bridges sind interessant, allerdings verweigerte hier meine Digitalkamera ihren Dienst. Später im Auto funktionierte sie dann wieder ohne Probleme. Ich nehme an, dass die Hitze auch der Kamera zu schaffen machte.

Was mir auffiel war, dass viele Amerikaner die im Tal waren selten ausreichend Wasser oder bei den kurzen Ausflügen zu Fuß auch kein entsprechendes Schuhwerk dabei hatten. Generell halten es die Amerikaner mit dem Sightseeing ohne Auto nicht so. Falls man also seine Ruhe will, kann man einfach ein Stück zu Fuß gehen und schon ist man alleine.

Gegen 20 Uhr erreiche ich Lone Pine. Hier ist es schon wieder bedeutend milder und ich suche mir eine Unterkunft für die Nacht. Als ich am "Dow Villa" Motel vorbeifahre, fällt mir ein, dass  ich 1987 mit meinen Eltern ebenfalls hier übernachtet habe. Ich frage nach einem Zimmer und bekomme das letzte. Das Abendessen lasse ich ausfallen und freue mich nur aufs Schlafen.

30.07.2005 - Ab in die Berge

30Dieser Tag beginnt gemütlich. 9.30 Uhr frühstücke ich in einer Bar in der die ganzen Wände mit Schwarz-Weiß Fotografien von Filmschauspielern voll hängen. Danach schaue ich mir noch Lone Pine an und finde durch Zufall ein Camping Ausrüster, der Gaskartuschen für meinen Gaskocher hat.

Danach geht es auf der I395 nach Süden. Über die J41komme ich nach Kennedy Meadows. Dies ist ein Naherholungsgebiet und der Aufenthalt hier ist sehr angenehm. Hier ist auch in einigen Bereichen das Offroad-Fahren erlaubt, so dass mir immer wieder Geländewagen und Motocross-Motorräder begegen. Hier bekomme ich auch den Tip den Campingplatz in Camp Nelson für die Nacht zu nutzen. Doch leider habe ich die Rechnung ohne die vielen Touristen gemacht. Alle Campingplätze sind bereit vol. Also fahre ich weiter bis zum "Lake Success"

Da der See nicht mehr in den Bergen liegt, ist es hier ziemlich heiss. Dafür bekommt man eine riesige Parzelle auf dem Campingplatz. Am frühen Abend ist es dann auch noch ruhig, gegen 21 Uhr fallen jedoch Mexikaner ein und die ganze Nacht ist richtig laut.

31.07.2005 - California, the Golden State

 

Heute bin ich früh auf den Beinen, denn die Hitze ist schon früh zu spüren. Allerdings entschädigt der Sonnenaufgang für die misserable Nacht neben Mexikanern. Der Campground liegt direkt am See und so hat man früh am Morgen eine wunderbare Stimmung. Schnell packe ich mein Zelt und meine Habseligkeiten in den Wagen und fahre nach dem tanken in Richtung Norden auf der J37. Auf dieser Strasse erklärt es sich warum Kalifornien "The Golden State" genannt wird. Die ganze Landschaft hat einen Goldschimmer und so cruist man gemächlich durch die Hügel der Sierra. Ab Exetor komme ich auf einen größeren Highway und hier merkt man den Wochenendverkehr.

Viele sind unterwegs von der Küste in Richtung des Sequoia National Park. Ich schlängel mich in der Kolonne den Berg hinauf und bestaune wie die Bäume immer größer werden. Oben angekommen kletter ich wie viele anderen auf den "Moro Rock". Die Aussicht ist gigantisch. In der Ferne erkennt man sogar die Dunsthaube die über den Küstengebieten hängt. Wer allerdings nicht Schwindelfrei ist sollte nicht den Aufstieg wagen.

Auch hier fällt mir wieder auf, dass viele Amerikaner ohne richtiges Schuhwerk unterwegs sind.

31Als nächstes steht der "General Sherman Tree" auf der Liste. Doch der Parkplatz ist voll und man muss beinahe eine halbe Stunde anstehen um an den Baum zu kommen. Da verzichte ich doch lieber auf den Anblick. 

Nach dem Mittagessen  fahre ich weiter in Richtung Grant Grove Village. Dort mache ich noch einen Ausflug auf den Panorama Point. Auch hier bietet sich wieder eine geniale Aussicht. Mit mir sind dort noch 2 Amerikaner mit denen ich ins Gespräch komme. Auf meine Bemerkung hin, dass ich zum Campen hier bin empfahlen die beiden mir denAzalea Campground. Dorthin fuhr ich auch und machte unterwegs im Visitor Center noch Halt um meine Vorräte aufzufüllen.

Abends sass ich noch mit einem Becher Wein am Campfeuer und genoss den Sternenhimmel. Noch nie habe ich so viele Sterne gesehen wie in dieser Nacht.

Kleine Anektode am Rande: Alle die mich mit dem Auto sahen meinten ich sei aus Oklahoma angereist, da der Mietwagen ein Kennzeichen aus Oklahoma hatte. Als ich erklärte Deutscher und aus Spass mit dem Geländewagen und Zelt unterwegs zu sein, war die Verblüffung meist noch größer.  Laughing



 
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