The home of Tobias Nirschl

Startseite
Freitag, 10. September 2010
Hauptmenü
Startseite
Über diese Seite
Blog
Motorrad
Reisen
HowTos
Galerie
Gästebuch
Kontakt
Sprache
DeutschEnglish
 
 
Neue Artikel
 
 
Statistik
Heute: 1
Gestern: 15
Monat: 108
Gesamt: 10233
Bots heute: 15
Statistik seit: 2008-08-08

PayPal Spende

Wenn du meine Webseite unterstützen möchtest kannst hier was spenden.

 
 
Partnerlinks

www.hikeamerica.de

www.detlef-k.de

www.fahner.net

www.nirschl-online.net

www.freeridephotos.de


Skype Me

whyflyby1

 
 
   
     
 
 
Probefahrt Yamaha XT660Z Ténéré
Mittwoch, 20. August 2008

Bild 1Letzte Woche leisteten wir (Detlef und ich) uns das Vergnügen eine Yamaha XT660Z Ténéré vom Händler für eine ausgedehnte Probefahrt zu entführen. Eine schicke Einzylinder Enduro die auch den Ruf nach Gelände verströmt. Nach dem ernüchternden Erlebnis mit der BMW F800GS waren wir beide gespannt wie sich die neue Ténéré fahren lässt.

Vorweg sei gleich gesagt: die Anforderungen was Fahrkomfort angeht haben wir gleich heruntergeschraubt. Eine Einzylinder wird sich nicht fahren wie eine Zweizylinder. Auch hier könnt ihr die technischen Daten wieder der Homepage von Yamaha entnehmen.

Optik

 Bei der Optik lässt es sich schon von vorne herein streiten.Die futuristische Form erinnert mich ein wenig an einen Grashüpfer. Lange Beine Standrohre versprechen eine ungeahnte Bodenfreiheit. Klarglasscheinwerfer und klarer Windschild versprechen eine hervorragende Sicht.

Im ersten Moment ist man skeptisch was die Qualität als Enduro angeht. Sobald man sich aber mit Details beschäftigt, merkt man dass sich die Designer etwas bei der Yamaha XT660Z Ténéré gedacht haben. Vorne stechen einem das große 21"-Vorderrad mit den mächtigen Doppelbremsen ins Auge.Ob diese so gut verzögern wie sie aussehen wird sich bei der Fahrt herausstellen.

Der Scheinwerfer mit dem steilen Windschild bietet Platz für Erweiterungen und das klar definierte Cockpit lässt keine Wünsche offen. Vom Cockpit aus geht die Verkleidung direkt in den Tank über. Hier fallen graue Plastik-Sturzpads auf. Diese sind an den Punkten montiert die als erstes den Bodenkontakt im Falle eines Sturzes haben. Laut Aussage des Händlers ist das Plastik an der Stelle sehr robust.

Schaut man sich den Tank genauer an, dann fällt einem auf dass dieser weit nach vorne reicht. Durch diesen Umstand baut der Tank der Ténéré auch sehr schmal. Einzig die Positionierung des Zündschlüssel ist auch hier nicht gelungen. Das Zündschloss befindet sich kurz hinter dem Lenker auf dem Tank. Somit wird auch bei der Yamaha die Montage eines Tankrucksackes ein wenig Fummelei bedeuten. Die Spiegel sehen auch eher nach Straßenmotorad aus ob Sie praktisch sind, kann man erst beim Fahren sagen.

Die Armaturen sind wie gewohnt bei den Japanern funktionell und alles am Platz wo man es vermutet. Auch der Bremsausgleichsbehälter ist in die Armatur des Bremshebel integriert. (Liebe BMW-Designer: So macht man das, auch ohne das das Motorrad zu teuer wird). Der Lenker selbst ist schön breit und vermittelt einem Endurofeeling.

Bild 2Der Motorschutz ist im Serienzustand aus demselben Plastik wie die Sturzpads. Allerdings bietet Yamaha einen Aluschutz gegen einen moderaten Aufpreis an. Zusammen mit dem optionalen Sturzbügel wird der Motor sicher bestens geschützt.Als nächstes fallen einem ie breiten Fußrasten auf. Sie versprechen einen sicheren Stand bei Offroadfahrten (Passen die Fußrasten an eine AT? Smile). 

Die schwarz beschichtete Schwinge und die schwarz beschichteten Felgen sehen sehr robust aus. Ob die Beschichtung bei Geländeeinsätzen hält wird sich zeigen.

Dann kommen wir zur Sitzbank. Nicht zu breit und nicht zu schmall mit einer akzeptablen Härte. So kann man sicherlich auch lange Strecken auf dem Motorrad überstehen. Bedingt durch das steile Rahmenheck sitz der Sozius allerdings ca. 10cm höher. Unter dem Sozius schauen 2 dicke Endrohre hervor. Das meiste ist jedoch Attrappe. Direkt unter dem Sozius sitzt der Endtopf/Kat. Den Abschluß bildet eine LED-Leuchteinheit.

Im Großen und ganzen kann die Yamaha überzeugen. Man findet bei jedem Blick auf das Motorrad sinnvolle Details. Am meisten hat mich an der unteren Gabelbrücke die Abschleppöse zum bergen des Motorrad fasziniert. Man könnte meinen die Designer fahren selber solche Maschinen.

Sitzposition

 Bild 3Was mir sofort Respekt abnötigt an der Yamaha ist die extrem hohe Sitzposition. Die Sitzhöhe von 89,5 cm bringt für Fahrer unter 180cm eine gewisse Problematik mit sich. Ich konnte mit meiner Körpergröße auf beiden Seiten mit den Füßen auf den Boden, doch ein sicheres Stehgeühl habe ich nicht. Die Sitzbank selber ist bequem und angenehm zu sitzen. Für "Kleinwüchsige"Wink würde sich sogar eine etwas schmalere Sitzbank empfehlen. Dies würde einen sicheren Stand ermöglichen. Im Serienzustand ist es sicherlich ein guter Kompromiss. Die Sitzhaltung ist vom Kniewinkel ähnlich der AT. Allerdings liegen die Fußrasten ein Stück weiter hinten, was sicherlich Gewöhnungssache ist.

Die Sitzpostition an sich ist einer Enduro entsprechend. Mir persönlich ist der Tank für seine 23 Liter beinahe zu schmal, was ja bei meiner Gewöhnung auf die Africa Twin sicherlich verständlich ist.

Fahrbericht

 Auf geht es zur ersten Probefahrt. Das Motorrad ist praktisch noch jungfräulich. 11 Kilometer auf dem Tacho, entsprechend Vorsichtig werden wir das Motorrad auch behandeln. Zündung an und warten. Typisch Einspritzer. Sobald der Motor läuft lauscht man dem Klang. Es ist keine Donnerorgie und auch kein Flüstern. Der Klang der Yamaha ist irgendwo dazwischen. Ein typischer unaufdringlicher Einzylindersound. Ein bisschen am Gas gespielt und zack ist der Motor aus. Das ist mir bei modernen Einspritzern schon öfters aufgefallen, die Gasspielerei mögen die Einspritzer nicht und gehen aus.

Beim Losfahren hat mein ein gutes Gefühl was den Schleifpunkt der Kupplung angeht. Die Kupplung ermöglicht ein sehr schnelles kuppeln. Bei Schalten fällt auf, dass das Getriebe sich leicht schalten lässt. Die 5 Gänge flutschen förmlich ein. Kein knochiges Knacken wenn der nächste Gang drin ist.Zweimal hatte ich nicht das Gefühl dass ich den richtigen Gang eingelegt habe, so leise schaltet die XT.

Nachdem der Motor warm ist kann man die Maschine auch ein bisschen jagen. Sie nimmt das Gas sehr willig an, ist jedoch nicht zu unruhig wenn man ein bisschen am Gas zittert. Hier ist eine gute Abstimmung gelungen. Die Laufkultur des Einzylinder ist natürlich rauer als bei einem Zweizylinder, macht aber trotzdem Spaß. Nur verlangt die Yamaha nach Drehzahl. Unter 4000 Umdrehungen ist der Motor sehr unwillig. Darüber hinaus ist der Motor sehr agil. Schaltfaules Fahren ist also weniger drin.

Die Bremsen vorn haben einen Biss der einem Ehrfurcht einflößt. Man muss schon genau aufpassen wie fest man an der Vorderbremse zieht. Das kann unfreiwillig in einem Stoppie enden. Was bei der Vorderbremse zu viel ist, fehlt der hinteren. Kann sein dass es an der neue Maschine lag und die Bremse noch nicht eingefahren war. Aber die Bremswirkung hinten ist vernachlässigbar. Im Gelände ist das sicherlich ein großer Nachteil.

In den Kurven macht die XT richtig Spaß. Man merkt den Enduro-Charakter sehr gut. Leicht und handlich zu steuern. In die Kurven kann man das Motorrad ohne Widerstand drücken. Alles in allem ein williges Motorrad.

Überrascht bin ich von Windschutz. Man könnte beinahe mit offenem Visier fahren so gut werden die Luftwirbel nach oben abgelenkt. Die Optionalen Protektoren an den Armaturen würde ich allerdings nicht von Yamaha nehmen. Diese sind aus Aluminium und werden einen Sturz sicherlich nur verbogen überleben. Ein kleines Manko in meinen Augen.

Das Rangieren fällt nicht ganz so leicht, da man damit beschäftigt ist die Fuhre im Gleichgewicht zu halten.

 Fazit

 Die Yamaha XT660Z Ténéré ist ein Motorrad nach meinem Geschmack. 21"-Vorderrad, viel Bodenfreiheit, einen großen Tank und eine bequeme Sitzposition. Das sind Zutaten für eine Reiseenduro, wobei die Yamaha XT660Z Ténéré schon beinahe näher an eine reinrassige Bild 4Enduro rückt. Auffallend beim Design sind die vielen kleinen Details, die sehr durchdacht sind. Alles an dem Platz an dem ein Motorradfahrer suchen würde.

Bei der Optik kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Man muss sich daran gewöhnen. Auch die Sitzhöhe ist ein Faktor mit dem man rechnen muss. Was sicherlich absoluter Killerfaktor ist, ist der Preis von  6.995,- €. Für das Geld hat Yamaha einen wahren Leckerbissen hingestellt. Da muss sich BMW aber warm anziehen. Die 50PS sind absolut ausreichend für jede Fernreise.

Die Kleinigkeiten, die mir aufgefallen sind, können durch Komponenten aus dem sicherlich bald größer werdenden Zubehörprogramm ergänzt werden.

Für GPS-Besitzer sein noch erwähnt: Im Cockpit ist ein Bügel der Verkleidung der über die Instrumente hinausragt. Ein optimaler Punkt um GPS und Roadbook unterzubringen.

Sollte meine AT zerstört werden, weiß ich welche Maschine als Ersatz in der engeren Auswahl stehen würde.

Links

Yamaha Motors


Tags:  Motorrad Motorradprobefahrten Probefahrt Yamaha XT660Z Ténéré
 
weiter >
Bannerwerbung
Advertisement

 

© 2010 The home of Tobias Nirschl
powered by Nirschl-Online.NET.